Mutterschaft und HIV-Infektion sind gut vereinbar

Fachleute raten schwangeren Frauen dringend, den HIV-Test bei Feststellung der Schwangerschaft durchzuführen. Er gehört zu den empfohlenen Standardtests in der Frühschwangerschaft.

Eine HIV-Infektion ist schon lange kein Hindernis mehr, den Kinderwunsch aufzugeben.
Dank moderner antiretroviraler Medikamente ist das Übertragungsrisiko einer HIV-positiven Mutter auf ihr Kind extrem gering. Voraussetzung ist: Wissen über die eigene Infektion, verlässliche Medikamenteneinnahme und regelmäßige Blutwertekontrollen. Die nach der Geburt durchgeführte mehrwöchige vorbeugende medikamentöse Prophylaxe beim Kind wird unter bestimmten Voraussetzungen noch durchgeführt. Über den Stillverzicht wird derzeit heftig diskutiert.
Im Mutterpass wird lediglich vermerkt, dass der Arzt über den Test beraten hat und ob er durchgeführt wurde. Das Ergebnis (ob negativ oder positiv) wird nicht im Mutterpass festgehalten.

Unsere Beratungsstelle befasst sich seit Ende der 80-er Jahre auch mit dieser Thematik. Wir freuen uns, dass alle von uns begleiteten HIV-positiven Frauen ein HIV-negatives Kind zur Welt gebracht haben. Einen entscheidenden Verdienst daran haben die erfahrenen HIV-Behandler, die begleitenden Frauenärzte sowie die engagierten Entbindungsteams in den Landshuter Krankenhäusern.

Weitere Informationen:
Öffnet externen Link im aktuellen FensterDeutsche AIDS-Hilfe – Kinderwunsch
Öffnet externen Link im aktuellen FensterDeutsche AIDS-Hilfe – Frauen und HIV
Öffnet externen Link im aktuellen FensterDeutsch-Österreichische Leitlinie zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen (Stand März 2017)